Zahlreiche Dachauer Bürger unterstützten mit ihrer Unterschrift die Petition "Ja zum Atomausstieg". Die Petition der SPD-Landtagsfraktion richtet sich an den Bayerischen Landtag und an die Bayerische Staatsregierung. Beide werden mit der Petition aufgefordert, sich für das Festhalten am Atomausstieg einzusetzen.
Die Dachauer SPD veranstaltete eine Unterschriftensammlung für die Petition in Dachau. Die rot-grüne Koalition hatte den Atomausstieg beschlossen, die schwarz-gelbe Regierung diskutiert weiter über Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke über die 25jährige Betriebsdauer hinaus am Netz.
Trotz nasser Witterung sammelten die Vorstandsmitglieder zahlreiche Unterstützerunterschriften. In vielen Einzelgesprächen zeigte sich die Besorgnis der Bürger über ein fehlendes Endlager für hochradioaktiven Atommüll.
Wenn Gorleben überhaupt der jetzt wieder anstehenden Erkundung und der anschließenden Genehmigung standhält, könnte die Endlagerung laut Deutsches Atomforum e.V. frühestens 2025 starten. Im gegenteiligen Fall spricht die gleiche Quelle von einer Realisierung frühestens 2050. Eine Suche nach alternativen Standorten, wie von der Bundes-SPD gefordert, findet derzeit nicht statt.
Welcher Bürger wünscht ein radioaktives Endlager in seiner Heimat, so Anke Drexler, stellvertretende Vorsitzende der Dachauer SPD? Auch in Dachau halten wir die Akzeptanz für ein Endlager vor Ort - die Eignung einmal ausgeschlossen - für gering.
Viele Bürger bewegte die Frage, wie die Versorgung mit Energie zukünftig sicher gestellt wird. Energiesparen war dabei ein Thema, das von Bürgern auch als Ziel einer Verhaltensänderung in der Gesellschaft angemahnten. Überrascht zeigten sich auch viele Angesprochene über die zahlreichen Pannen in deutschen Atomkraftwerken. Meldungen von zeitweisen Stilllegungen der Reaktoren aufgrund dieser Mängel werden in der Presse kaum wahrgenommen. Brigitte Bokovoy äußerte die Überzeugung, dass die prinzipiellen Risiken der Kernenergie auch in Deutschland nicht beherrschbar sind. Störfälle rund um den Globus zeigen, wie nah wir zum Teil vor einer Atomkatastrophe stehen.
=> Hier können sich Bürgerinnen und Bürger weiter in die Unterstützerliste eintragen.